Nichtstun kostet zu viel Zeit

In der letzten Gemeindevertretersitzung hatten wir über einen Antrag der SPD-Fraktion zum Neubau der KiTa in der Schießhütte zu entscheiden.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet jene SPD, die ihren im Juni 2023 mit der CDU gestellten Antrag zum Bau der KiTa seit drei Jahren im HuF verschleppt, nun einen neuen Antrag stellt mit der Begründung, keine Zeit zu verlieren.

Zum Verständnis: Am 25. August 2025 hat die Gemeindevertretung einstimmig – also auch mit den Stimmen der SPD – beschlossen, in der Schießhütte eine neue KiTa zu bauen. Zudem wurde der Gemeindevorstand beauftragt, im Vorfeld die beiden Varianten Container- oder Modulbau zu prüfen im Hinblick auf:

  • Bauzeit
  • Kosten
  • Nachhaltigkeit
  • Wohlfühlfaktor

Das Prüfergebnis sollte der Gemeindevertretung zur weiteren Entscheidung vorgelegt werden. Stand heute – nach 10 (!) Monaten – liegt KEIN Ergebnis vor.

Stellt sich die Frage, warum es nach so langer Zeit kein Ergebnis gibt- zumal der Bürgermeister mit den 5 Beigeordneten des Gemeindevorstands und den fachlichen Mitarbeitern der Verwaltung theoretisch reichlich Manpower zur Unterstützung hätte.

Statt „ihren“ Bürgermeister aufzufordern, das Prüfergebnis zu liefern, möchte die SPD-Fraktion den Prüfauftrag nun ersetzen durch den Auftrag: „Unter Abwägung der Kosten soll der Gemeindevorstand die Planung einer Kindertagesstätte in Modul- oder Massivbauweise beauftragen und unmittelbar mit der Realisierung beginnen.“

Damit würde die Gemeindevertretung ohne Not jegliche Mitsprache und Kontrolle zur Bauweise, Gestaltung und den Kosten aus der Hand geben. Und das an einen Bürgermeister, der schon mit einem Prüfauftrag nicht vorankommt. Daher haben wir den Antrag abgelehnt.

Wir verstehen, dass sich die SPD vor „ihren“ Bürgermeister stellt. Dass sie das mangelhafte Arbeitsergebnis des Bürgermeisters jedoch zu kaschieren versucht, indem sie den Prüfauftrag einfach aufheben will, … Bitte bewerten Sie dies selbst.

Aus unserer Sicht ist es notwendig und sinnvoll, dass der Bürgermeister den bestehenden Prüfauftrag aus dem Sommer 2025 ausführt und das Ergebnis vorlegt. Dies auch unter dem Aspekt, dass die aktuelle KiTa-Bedarfsplanung demnächst vorgelegt wird und diese, laut ersten Aussagen, wohl neue Entwicklungen zu zeigen scheint.

Ihre FWG

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